Das allgemein als rostiges Hobby bekannte Freizeitvergnügen ist in meinem Falle schon früh entstanden, und zwar gleich nach dem bestandenen Führerschein 1959 aus dem Bedürfnis heraus, motorisiert zu sein, ohne jedoch das Geld zu haben, um ein "vernünftiges" Auto kaufen zu können.

Damals, in den frühen 60er Jahren standen zum Glück noch jede Menge Vorkriegskisten bei den Autohändlern in der hinteren Reihe, die damals nicht mehr viel, oder gar nichts mehr wert waren. Solche Autos kauften wir Jungs damals , in den frühen 60er Jahren, für wenig Geld und machten sie wieder flott. Dazu jedoch mußte man sich nolens volens ein gewisses Fachwissen aneignen. Das machte jedoch Spaß und ging auch ziemlich schnell, und man rollte...!

Später, im Laufe des Berufslebens, war dann lange Zeit kein Platz für alte Autos. Man brauchte etwas Modernes für Beruf und Familie, und erst noch viel später, mit etwas mehr Kleingeld, als früher, konnte das, was ehemals aus Notwendigkeit geschah, nun zum ernsthaften Zeitvertreib avancieren.

Aus der frühen Zeit habe ich nur noch wenige alte Fotos...

...eines etwa aus dem Jahre 1961/62 mit meinem damaligen 1952er Opel, bekannt als Gangsterkapitän. Das Auto war damals gerade 10 Jahre alt, also ein guter Gebrauchter, aber wegen der Vorkriegsform wollte ihn keiner mehr haben. Hat mich damals 600,00 DM gekostet. So ganz wenig war das auch nicht!


I have develloped the off time pleasure, widely known as the rusty hobby, relatively early, right after the acquisition of the driver's license out of the desire to be motorized without having the means to buy a "reasonable" car.

In those days, in the early 60s a lot of prewar automobiles stood in the last row of the second hand car dealers and were worth next to nothing. Us boys bought such cars for little money and brought them to life, again. To do that, one had to acquire a certain technical knowledge. That was fun and learning by doing did the trick, and one was rolling...

Later, in the course of the professional life there was no room for old cars for a long time. One needed a modern car for family and job, and only much later, with a little more change in the pocket, that what earlier happened out of necessity became an earnest past time pleasure.

I have only few photographs of the early days...
...one of them of about 1961/62 of my Opel Kapitän, better known then as the Gangster Captain. The car was then just about 10 years old, a good used one, but because of he prewar shape of the body no one wanted those cars. Cost me DM 600,00 at the time. Wasn't such little money, either.

 

 

 

 

 

...und eines von einem Triumph 1800 Roadster von 1948, den ich seinerzeit von einem britischen Soldaten gegen einen VW eingetauscht hatte. Letzteren hatte ich bei Willi Wacker just zu diesem Zweck gekauft. Für 800,00 DM, wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht. Das Foto ist ca. von 1963 und zeigt mich mit meinem damaligen und heutigen Freund Peter Fussan, der auch heute noch tatkräftig bei den Restaurierungen mithilft. Man beachte die dunkle Haarpracht beider Insassen!! Peter ist leider im Alter von 70 Jahren im Dezember 2011 verstorben.

 

...and this is one of a Triumph 1800 Roadster of 1948 which, at the time, I had swapped for a VW beetle, that I had bought for DM 800.00. Swapping partner was a British soldier in the occupied city of Berlin. The photograph is of about 1963 and shows me with my old time friend Peter Fussan who still happily helps actively with the restorations. Note the dark masses of hair on the head of the driver.

Unfortunately Peter has died at 70 in the year of 2011.

 

 

 

 

 

 

Und hier dieselben beim Benzingespräch, damals noch mit Zigarette!! 

 

Here are the same guys talking gasoline, still with a cigarette at that time.


 

 

 

Heute führe ich ganz pinselige, möglichst originale Restaurierungen durch. Das war damals ganz anders. Der Triumph mußte sich beispielsweise mit Wartburgscheinwerfern und -ringen vom 311er abfinden, mit VDO-Instrumenten und einem Isabellamotor mit hydraulischer Kupplungsbetätigung und mit einem  Borgward  LKW-Getriebe mit Knüppelschaltung. Die Lenkung war, wenn ich mich recht erinnere, von einem Tempo Rapid. Das ging natürlich auch, und viel Spaß machte es sowieso!

 

Today, I exercise rather precise and original restorations. That was quite different, then. The Triumph had to be content with headlights and trim rings off a Wartburg, with VDO gauges, a Borgward engine with hydraulic clutch contol and a Borgward truck trans with floor shift. The steering was, if I remember correctly, off a Tempo Rapid small truck. That worked too, of course, and was much fun at any rate!

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